Medizinische Grundversorgung

Gemäss einer internationalen Umfrage hat die Schweizer Bevölkerung trotz steigenden Kosten und Prämienerhöhungen Vertrauen in das Gesundheitssystem. Die Einführung der diagnosebezogenen Fallpauschalen (DRG) auf 2012 soll mithelfen die jährlich steigenden Gesundheitskosten in den Griff zu bekommen.

Die Spitäler sehen sich damit einem enormen Kostensenkungsdruck ausgesetzt, was in einzelnen Bereichen zu Umverteilungen und letztendlich zu einem Leistungsabbau führen kann. Es darf davon ausgegangen werden, dass die Gesundheitslandschaft mittelfristig, in 2 bis 3 Jahren, tiefgreifende Reformen erfahren wird: Nicht-rentable Spitäler werden verschwinden.

Die Gesundheits- und Fürsorgedirektion (GEF) hat die Konsultation über die zweite Versorgungsplanung 2011 bis 2014 des Kantons Bern gemäss Spitalversorgungsgesetz (SpVG) eröffnet. Diese zeigt auf, dass sich eine Zunahme des Bedarfs an stationären Aufenthalten abzeichnet. Es wird auch eine Zunahme bei den Rettungsleistungen prognostiziert.

Der Bedarf an stationären Spitalleistungen steigt vor allem aufgrund der demografischen Alterung. Dem Trend, sich in grösseren Spitälern behandeln zu lassen, kann entgegen gewirkt werden, indem sich das Spital Emmental auf notwendige stationäre Leistungen konzentriert.

In der medizinischen Grundversorgung erbringen die Hausärzte eine unerlässliche Leistung. Es muss aber festgestellt werden, dass die Ärztedichte im Emmental wesentlich tiefer ist als in der Region Bern.

Die Gewährleistung der medizinischen Grundversorgung kann mit Kooperationen unter Hausärzten oder zwischen Hausärzten und dem Spital sichergestellt werden: Das Spital Emmental stellt die Grundversorgungsfunktion sicher und Spezialisierungen werden überregional abgesprochen und koordiniert.

Damit die Belastung für Bereitschaftsdienste und Notfalleinsätze der Hausärzte reduziert werden kann sind Kooperationsmodelle wie Gemeinschaftspraxen und direkter Zugang zum Spital Emmental (hausärztlicher Notfalldienst) mögliche Lösungsansätze.

Die gute Qualität eines effizienten und flächendeckenden Rettungswesens ist entscheidend für eine gute medizinische Grundversorgung.

Spitex, Senioren- und Alterszentren sind darauf angewiesen, rasche und unkomplizierte Hilfe durch Hausärtzte und/oder das Spital Emmental zu erhalten.

 

Apotheken leisten ebenfalls einen wichtigen Beitrag zur medizinischen Grundversorgung, sei es in Form von Beratungen (pharmazeutische Triage), Überweisungen an Hausärzte oder der Ausführung ärztlicher Leistungen (Rezeptvalidierung).

 
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